10 inspirierende Tipps für den Start ins Aufschreiben deiner Lebensgeschichte

 

Manche Kapitel meines Lebens lese ich heute mit ganz anderen Augen. - Wie ist es bei dir ...?


Vielleicht trägst du deine Lebensgeschichte schon lange in dir herum. Manche Szenen tauchen immer wieder vor deinem inneren Auge auf, andere willst du endlich zu Papier bringen, bevor sie verblassen. Aus einigen Szenen hast du vielleicht bereits innerlich Kapitel gemacht. Nun würdest du gern etwas davon aufschreiben. Oder sogar ganz viel.  Doch wo fängt man an? Und wie vermeidet man, sich gleich am Anfang zu überfordern?


Hier sind 10 Tipps, die dir den Einstieg erleichtern – aus meiner eigenen Erfahrung als Autorin einer autobiografischen Romanreihe und als Schreibcoach.


1. Fang da an, wo es für dich am stärksten brennt
Du musst nicht am Anfang deiner Kindheit starten. Nimm dir die Szene, die dich am meisten berührt oder beschäftigt – und schreibe sie so auf, wie du sie erlebt hast, nicht wie du denkst, dass sie „literarisch korrekt“ sein könnte.

2. Erlaube dir, erst einmal unsortiert zu schreiben
Versuch nicht gleich, einen perfekten chronologischen Ablauf zu erstellen. Schreibe einzelne Erinnerungs-Inseln auf. Die Verbindungslinien kannst du später ziehen.

3. Setz dir kleine, erreichbare Ziele
Ein paar Absätze oder eine halbe Seite am Tag sind genug für den Anfang. So bleibt dein innerer Druck gering, und du kommst dennoch voran. Setz dir doch gleich für heute ein kleines Ziel.

4. Schreib, als würdest du es einer Freundin erzählen
Dieser Ton macht es leichter, authentisch zu bleiben und nicht zu sehr in Buchseiten zu denken. Du kannst später immer noch stilistisch feilen.

5. Nimm deine Sinne mit ins Boot
Beschreibe Gerüche, Geräusche, Farben, Geschmacksnuancen. Sie öffnen nicht nur dir selbst den Zugang zu Erinnerungen, sondern lassen auch deine Leser mitten in der Szene ankommen.

6. Sei ehrlich – aber nur so ehrlich, wie du dich gerade traust
Manche Themen brauchen Abstand. Du darfst auch Lücken lassen oder heikle Szenen zunächst nur andeuten. Dein Mut wächst oft mit dem Schreiben.

7. Nutze Hilfsmittel, um Erinnerungen wachzurufen
Fotos, Briefe, alte Tagebücher oder Musikstücke aus deiner Jugend können Kaskaden von Erinnerungen öffnen.

8. Akzeptiere, dass es mehrere Versionen gibt
Deine Erinnerung ist eine Version der Wahrheit. Andere Menschen werden manche Situationen anders erlebt haben – und das ist vollkommen in Ordnung. Du könntest im Vorwort zu deinem Buch genau darauf eingehen.

9. Schreib erst, analysiere später
Trenne den kreativen Fluss vom kritischen Blick. Korrigieren kannst du jederzeit – aber wenn du zu früh den inneren Lektor oder Zensor einschaltest, versiegt oft der Fluss. Was doch jammerschade wäre, oder?

10. Mach dir klar: Dein Leben ist erzählenswert
Viele zögern, weil sie denken: „Das interessiert doch keinen.“ Doch das stimmt in der Regel nicht. Deine Geschichte ist einzigartig – und du weißt nie, wen sie berühren oder inspirieren könnte oder wird.


Fazit:
Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen. Nicht perfekt, nicht vollständig, sondern ganz simpel. So wie ich damals, als ich - mitten in der Corona-Zeit - mit den ersten Seiten meiner eigenen Lebensgeschichte begann – ohne zu wissen, dass daraus einmal eine ganze Romanreihe werden würde.

Falls du neugierig bist, wie ich den Weg von den ersten unsicheren Worten zu einer dreiteiligen autobiografischen Romanreihe rund um Hannah (Anzeige) gegangen bin – und welche Stolperfallen ich unterwegs gemeistert habe – dann stöbere gern auf meinem Blog weiter. Dort findest du ebenso Auszüge aus meinen Büchern wie in meinem Schreibratgeber (Anzeige),der dich Schritt für Schritt begleitet, wenn du deine eigene Geschichte zu Papier bringen willst.

Vielleicht wird dein heutiger erster Satz der Anfang von etwas Größerem, als du dir gerade vorstellen kannst. Wer weiß das schon ...!

Herzlich grüßt dich 

                                                                                                    Deine Ruth-Rebecca



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