Aufschieberitis beim kreativen Schreiben vermeiden und das Unterbewusstsein austricksen

Es wird Zeit für ein bisschen Inspiration für dich ...!

Ich überarbeite gerade Band 2 von "Reif. Ehrlich. Mutig", bevor bald alle vier Bände online sein sollen. Und da gibt es ein Kapitel, das sich just um dieses Thema dreht und auf direktem Wege zu einem interessanten Blick in mein Unterbewusstsein führt. Was sich da offenbarte, überraschte mich. Hier der Anfang des Kapitels "Inspiration & kreative Ermutigung":

Kann man Prokrastination vermeiden? Motivationstrainer sagen: Ja, indem man große Aufgaben in kleine, machbare Schritte zerlegt. Das gilt natürlich auch fürs Schreiben. Louise Doughty empfiehlt zum Beispiel, ein Buch in 52 kleine Wochenschritte zu unterteilen. Das klingt machbar, oder?
Mach dir klar: Ein Buch ist im Grunde nichts anderes als eine Sammlung von Wörtern. Man beginnt mit dem ersten, endet mit dem letzten und versucht dazwischen, so viel Spannung und Logik wie möglich unterzubringen – gewürzt mit der eigenen Begeisterung. Irgendwann ist es einfach fertig. Und dann? Veröffentlichen. Unbedingt.
Apropos veröffentlichen: Viele erfolgreiche Autorinnen und Autoren bringen jedes Jahr ein Buch heraus. Indie-Autorinnen – also Selfpublisher – oft sogar mehrere. Und nein, Selfpublisher sind nicht gescheiterte Schreiberlinge, die bei Verlagen abgeblitzt sind. Ganz im Gegenteil. Es sind mutige Menschen, die unabhängig arbeiten wollen. Sie kümmern sich selbst um Lektorat, Gestaltung, Produktion und Vermarktung.
Eine interessante Plattform dafür ist Indie-Autoren-Buecher.de, auf der man selbstverlegte Bücher entdecken oder bewerben kann. Wie effektiv das ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht ausprobiert habe – aber sich das anzusehen, schadet nicht.

Mein ganz persönlicher Tipp, wenn du feststecken solltest: Ich greife dann gern in mein Regal mit den Schreibratgebern, schlage einen davon irgendwo auf – und lasse mich überraschen. So fiel mir kürzlich „Raum zum Schreiben“ von Bonni Goldberg in die Hände. Ich landete auf der Seite mit der Aufgabe, ein Akrostichon zu schreiben – ein Gedicht, bei dem die Anfangsbuchstaben der Zeilen ein Wort ergeben.

Ich nahm das Wort HANNAH – und ließ die Gedanken laufen:

Herzlos schreiben
Auf nichts achten als auf sich selbst
Niemand sonst ...

Herzlos??! Also, echt jetzt, dass mein Unterbewusstsein herzlos schreiben wollte, war mir bis dahin nicht bewusst gewesen. War mir glatt ein bisschen peinlich. - Weiter mit den Akrostichon geht's im Band 2. Du könntest jetzt zweierlei tun: 1. Überlegen: Was würdest du aus den Buchstaben deines Vornamens zaubern? 2. Und, noch viel wichtiger, dir schon einmal Band 1 und Band 2 des Ratgebers holen, damit du demnächst Zeit und Muße hast für die letzten beiden Bände auf direktemWege zu deinem ersten eigenen Buch. 

Herzlich grüßt dich

                                                                                                Deine Ruth-Rebecca

 

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